Dienstag, 06.11.2018

Camino de Takesi

Dieses Wochenende war es endlich soweit. Wir konnten nun unseren Ausflug in die Natur starten. Eigentlich hatten wir diesen Inka-Trail schon drei Wochen früher geplant zu machen, aber wie es eben manchmal so ist kommt es anders als man es plant.

Und auch dieses Wochenende lief nicht immer stets nach Plan. Wir hatten mit so einigen Hindernissen zu kämpfen, aber es war auf jeden Fall ein Abenteuer, von dem wir noch lange erzählen können :)

Am Samstagmorgen starten wir damit, dass wir noch "schnell"  etwas einkauften womit wir die nächsten Tage überleben konnten. Nachdem dies erledigt war fuhren wir zu dem Platz, an dem eigentlich die Busse abfahren zu dem Ort Ventilla, an dem der Trek startete. Doch wie schon erähnt lief es nicht so nach Plan. Denn alle Leute, die wir gefragt haben wo die Busse abfahren sagten uns etwas anderes und so liefen wir eine Stunde ziemlich im Kreis, bis wir es aufgeben haben und ein Taxi suchten. Doch dies war die nächste Herausforderung, denn schließlich mussten sie den Ort kennen, nicht allzu viel verlangen und uns dann auch noch dort hinfahren wollen. Nach einiger Zeit hatten wir ein Taxi gefunden, welches uns dort hinbringen wollte. Problem war er wusste, dann doch nicht so genau wo wir hinwollten :/ somit sind wir zuerst einmal in die falsche Richtung gefahren, bis er andere gefragt hatte und wir fast komplett wieder zurückfahren mussten. Man glaubt es kaum aber wir sind dann schließlich doch noch in Ventilla angekommen.

Wir hatten nun bereits schon kurz vor 14Uhr und für diesen Tag stand eine Strecke von 6-8h auf dem Plan. Was wir nicht bedacht hatten, war nämlich, dass der erste Tag immer gleich lang ist egal ob man den Trail in zwei oder drei Tagen macht. So sind wir mit großen Schritten losgezogen und haben die Möglichkeit ergriffen uns an einer Stelle nochmal von einem mitnehmen lassen, bis an die Stelle wo man mit dem Auto hinkommen kann. Trotzdem standen noch einige Höhenmeter vor uns, die wir Schritt für Schritt bewältigten.

 

Als wir den Pass mit etwa 4600m (ganz schön windig- sehr glücklich über eine Mütze) erklummen hatte verabschiedte sich auch schon fast die Sonne hinter den Bergen.

Somit konnten wir immerhin noch gut eine halbe Stunde ohne Probleme absteigen, danach liefen wir noch etwa 2 1/2h mit Stirnlampe den Berg hinunter. Immer wieder hoffte wir das, doch bald das Dorf kommen muss, in dem es eine Schlafmöglichkeit für uns gibt.

Irgendwann haben wir dann ein einsames Licht gesehen und tatsächlich kamen wir dort dann um 21:00Uhr an. Wir trafen auf ein Ehepaar und hofften, dass es nicht mehr allzu weit ist. Wir hatten Glück die Frau führte uns mit den Taschenlampe zu einer kleinen Steinhütte legte ein Plane aus und wünschte uns eine schöne Nacht :) Uns viel eine große Last von den Schultern und stärkten uns erstmal und legten noch die Schaffelle aus um eine weiche und warme Unterlage zu haben.

Dort haben wir geschlafen ;)

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, sahen wir dann überhaupt mal, wo wir gelandet waren. Nach einem guten Frühstück mit Haferflocken, Apfel und Banane machten wir uns dann weiter auf den Weg. Leider hatten wir nicht allzu viel Sicht, denn viele Wolken schoben sich davor. Doch heute kamen wir dann auch etwas früher an unserer nächsten Station an. Diesmal hatten wir sogar Matratzen zum Schlafen ;) Die Zeit bis es Dunkel wurde nutzen wir zum reden und in die Berge starren.

An unserem letzten Tag nahmen wir uns vor etwas früher loszulaufen, damit wir auch sicher wieder nach La Paz kommen. Doch dieser Gedankengang kostete uns auch ein paar Nerven.  An diesem Tag waren die Wolken etwas weniger und allgemein war es sehr warm, schließlich waren wir bereits fast 2000 Höhenmeter abgestiegen und empfanden uns in den Yungas, das heißt man merkte auch einen deutlichen Unterschied, sei es von der Luft oder der Flora und Fauna.

Yanacachi war der Ort an dem unsere Tour endete, dort angekommen suchten wir die Tienda, in der es das Ticket für die Rückfahrt nach La Paz geben sollte. Als wir an dem besagten Ort ankamen war diese jedoch geschlossen. Etwas unruhig stärkten wir uns und warten in der Hoffnung, dass noch jemand kommt. Auf dem Weg dorthin hatten wir nämlich einen Bus getroffen, der uns sagte er fährt um 14 Uhr nach La Paz und wir sollen uns ein Ticket kaufen.

Nach einiger Zeit kam dann zum Glück jemand und wir konnten durchatmen.

Die Rückfahrt mit dem Minibus verlief beinahe reibungslos. Die ein oder ander Kurve lies das Herz etwas höher schlagen, denn Leitplanken gibt es keine und manchmal ging es dann doch relativ steil den Abhang runter. Ein andere Bus musste aus dem Weg geräumt werden, denn dieser hatte eine Panne und so wurde er kurzer Hand mit  drei Rädern an eine etwas breitere Stelle geschoben, damit alle anderen vorbeifahren konnten.

Pünktlich als wir in La Paz angekommen sind, fing es an zu regnen und wir stärkten uns noch mit Api, Milchshake und einem Jawita de queso (empandaähnlichen Gebäck mit Käse)-- mmmmh :)

Glücklich und müde ging es dann nach Hause.